Selektives Lasersintern (SLS)

Selektives_Lasersintern_Bild3_01

Funktionsteile im Selektiven Lasersinter Verfahren. Mit Sicherheit die schnellste und kostengünstigste Lösung um Schwachstellen in der Konstruktion frühzeitig zu erkennen


 

Selektives Lasersintern (SLS) ist bekannt dafür, eine Idee in Kürze marktreif herzustellen. Die stetigen Verbesserungen von Maschine und Materialien zeichnet dieses Verfahren aus für die schnelle, flexible und kostengünstige Produktion von Teilen und Kleinserien.

Selektives Lasersintern kommt zum Einsatz bei Funktionsprototypen ohne besondere Ansprüche an die Oberflächenbeschaffenheit. Denn das verwendete feinkörnige Sintermaterial PA Duraform bringt eine leicht raue Oberfläche mit sich, die sich nur mit erhöhtem Aufwand in eine spiegelglatte Oberfläche umsetzten lässt. Das Grundmaterial des Selektiven Lasersintern eignet sich hervorragend für Bauteile, deren funktionale und physikalische Prüfung unter Endbedingungen stattfindet.

Selektives Lasersintern im Detail

Bei unseren Anlagen kommt die Technik von EOS zum Zuge. Eine offene Werkstoffzufuhr, welche die Plattform mit Polyamidpulver versorgt, dient als Pulverreservoir.  An der Unterseite des Beschichters befinden sich dünne Klingen, die das Pulver nach jeder Schicht sauber und eben verteilen. Die aufgetragene Pulverschicht ist definiert und hat eine Dicke von 0.1mm. Ist das Pulver aus Feinpolyamid aufgetragen,  trifft ein gesteuerter Laserstrahl auf die Oberfläche, so dass ein thermisches Abbild des aktuellen Querschnittes entsteht.

Das unbeeinflusste Pulver, welches nicht von dem Laserstrahl getroffen wird, hat die Funktion, das „versinterte“, oder anders ausgedrückt, das angeschmolzene Material zu stützen. Mit dieser Technologie können überhängende Partien ohne Stützgeometrie gefertigt werden. Ist eine Schicht mit dem Laserstrahl bearbeitet, senkt sich die Plattform, auf der das Objekt aufgebaut wird, um 0.1mm ab. Die nächste Lage Pulver wird durch die Werkstoffzufuhr garantiert, aufgeheizt und mit dem Laserstrahl wiederum belichtet. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis sämtliche Schichten des Objekts aufgebaut sind. Beim Selektiven Lasersinterverfahren oder auch Lasersintering genannt, kommt eine Laserstrahlquelle zum Einsatz, die infrarote Laserstrahlungen emittiert. Das Objekt wird, wie bei ähnlichen Verfahren, in zweidimensional übereinanderliegende Querschnitte zerlegt. Die Zerlegung der angelieferten CAD Daten erfolgt mit einer speziellen Software.

Ist ein Objekt einmal fertig gebaut, kommt der Behälter, in dem sich das unbeeinflusste Pulver und die belichteten Schichten befinden, in den nächsten Prozess, der sogenannte Recoating. Der Behälter wie auch das darin befindliche Pulver und Objekt, werden ausgekühlt, so dass kein Verzug stattfinden kann. So können wir unseren Kunden masslich hochstehende Teile garantieren.

Typische Anwendungen für Selektives Lasersintern

Komplexe Funktionsmuster für:

  • Motorsport, Luft- und Raumfahrt
  • Gehäuse und Verkleidungen
  • Laufräder und Verbindungsstücke
  • Sportartikel
  • Armaturenbretter und Kühlergrills für Fahrzeuge
  • Bauteile mit Schnappverschlüssen
  • Funktionelle Prototypen, deren Eigenschaften dem Endproduktentsprechen sollen
  • Für Rapid Manufacturing bei niedrigem bis mittlerem Produktionsvolumen
  • Anwendungen im medizinischen Bereich, erfüllt die Anforderungen nach USP Class VI und ist biokompatibel
  • Bauteile, die maschinell bearbeitet oder durch Klebstoffe verbunden werden sollen
  • Komplexe Geometrien und Prototypen aus Kunststoff
  • Form-, Pass- und Funktionstests

Kleinserien mittels Selektiv Lasersintern (Rapid Manufacturing)

Bei der schnellen Fertigung (Rapid Manufacturing RM) werden Bauteile und Kleinserien schnell und kostengünstig, ohne dass eine zusätzliche Form gebaut werden muss, direkt ab CAD-Daten hergestellt. Die Vorteile der extrem schnellen und präzisen Herstellung von Kleinserien, aber auch Einzelteilen ermöglichen einen wichtigen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.

» Mehr zu Rapid Manufacturing